Sonderausstellung "100 Jahre Ski-Stahlkante"

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Von Mai bis Oktober 2017 im Besucherzentrum UNESCO Geopark "Erz der Alpen" in Bischofshofen.

Die Sonderaustellung beschäftigt sich mit dem Salzburger Skipionier Rudolf Lettner:
Der 1879 in Hallein geborene Rudolf Lettner war schon in jungen Jahren mit den Skiern in den Bergen unterwegs. Die damaligen Holzskier griffen im weichen Schnee ganz gut, aber wehe wenn er hart und eisig war. So passierte es, dass Rudolf Lettner im Dezember 1917 im Bereich der Tauernscharte im Tennengebirge (Werfenweng) schwer zu Sturz kam.

Dieser Vorfall ließ Lettner keine Ruhe mehr. Er überlegte fortwährend, wie man die Skier verbessern konnte, dass so etwas nicht wieder passierte. Vorerst experimentierte er mit Uhrfedern, die er an die Skikanten anbrachte. Und siehe, damit ging es schon erheblich besser. In weiterer Folge entwickelte er daraus die erste Stahlkante, die er an seinen Holzskiern anschraubte. Diese Erfinding meldete er 1926 zum Patent an.

Ab nun begann die wirkliche Erfolgsgeschichte. Bei der akademischen Meisterschaft 1930 in Davos gewannen österreichische Teilnehmer aufgrund dieser innovativen Erfindung bereits mehrere Medaillen. Nach dem 2. Weltkriegs ging es aber wirklich los: Die Firma Salomon, die als Stahlkantenerzeuger begann, stieg in das Geschäft ein. Dass heute alle Skifahrer weltweit, aber vor allem die Rennläufer, ohne diese großartige Erfindung nicht mehr auskommen könnten, ist eine Tatsache. Die Erfindung der Stahlkante durch den Salzburger Rudolf Lettner gilt als Meilenstein in der Geschichte des Skilaufs.

Genau dieser Thematik widmet sich die Sonderausstellung „100 Jahre Ski Stahlkante“ ab 20.Mai im Geopark-Besucherzentrum beim Schanzengelände in Bischofshofen. Im Ausstellungsraum wurde eine alte Wagnerwerkstatt eingerichtet - ein Film zeigt, wie Holzskier vor über 100 Jahren hergestellt wurden. Wenige Schritte weiter erzählt die Ausstellung über die Zeit der k.u.k. Skifabrik in Salzburg unter der Leitung eines weiteren Skipioniers, Oberst Bilgeri.

Zentral im Raum finden sich die fünf Bild-, Ton- u. Erlebnisstationen von der Erfindung der Stahlkante bis in das 21. Jahrhundert. Rennskier unserer heutigen Skiidole sind ebenso zu bewundern, wie der einzigartige Stahlkanten-Sprungski von Josef „Buwi“ Bradl. Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich dem Bischofshofener „Mayer-Ski“. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Salzburger FIS Landesskimuseum Werfenweng unter Kustos Hans Müller entwickelt und eingerichtet.

Weitere Informationen unter


www.geopark-erzderalpen.at


www.skimuseum.at